Mittwoch, 17. Januar 2018

Overalls für den Straßenkarneval { Linkparty }


Während ich noch in den schlaflosen Stunden der Nacht mit dem letzten Karnevalsoverall beschäftigt bin, den ich in dieser Session wohl noch nähen werde ( die Größe 128/134 setzt meinem Tun eine Grenze, denn darüber hinaus scheint es keine Schnittmuster mehr zu geben ), zeigt mir meine Blogstatistik schon seit Wochen, dass andere schon länger auf der Suche und in der Planung sind.

Ich habe hier & heute noch einmal zusammengefasst, welche warmen Anzüge für den Straßenkarneval in der Familie zirkulieren ( das jüngste Enkelkind geht dieses Jahr als Pinguin ):































Die meisten Overalls sind aus einem Teddyplüsch genäht und mit Fleece gefüttert und haben sich mit einer dünnen Schicht aus Thermovlies als ausreichend warm erwiesen. Der regenbogenbunte ( ein Karnevalsjersey ) hat ebenfalls eine Zwischenschicht aus Thermovlies und ein Futter aus dünnem Plüsch.

Das Schnittmuster für den Pinguinoverall stammt aus der Ottobre 4/2011, Modell 10, für die Mütze von Burda 2414 ( ohne Nahtzugabe in der kleinsten Größe (98)), das Küken ist ebenfalls mit Hilfe dieses Schnittmusters entstanden, allerdings mit angearbeiteter Kapuze. Der regenbogenbunte Schmetterlingsoverall ist Modell 11 aus der Ottobre 6/2015, abgewandelt mit einer Kapuze und einem vorderen Windschutz. Das Rattenkostüm ist wieder nach einem Burdaschnitt entstanden, nämlich Burda kids 4107. Der wird wohl auch für das geplante Einhornkostüm herhalten. Plüsch habe ich schon, Glitzermaterial für die Mähne auch. Noch fehlt der Mumm...

Wie weit seid ihr schon? Schöne Modelle könnt ihr hier bis Karneval verlinken!






Dienstag, 16. Januar 2018

Meine Straße { Tell a story }


Bei Birgitt, Eva, Sabrina und Andrea bin ich auf die neue Foto - Challenge von Emma aufmerksam geworden. Das erste Thema hat mir insofern gefallen, als ich bei den anderen Bloggerinnen einen Eindruck von dem Ort bekommen habe, an dem sie leben. Für mich war das Thema in puncto Köln allerdings schon zu abgeschnuddelt. Über meine Straße zu schreiben war hingegen ein schöner Impuls, den ich hiermit aufgreife:

1. Meine Straße verläuft von Osten nach Westen, ausgehend von einem kleinen Platz mit Außengastronomie ( mein 12tel Blick von 2014 ) bis zu einem Fußgängerweg in eine autofreie Siedlung, die dort auf dem ehemaligen Bahngelände vor ein paar Jahren errichtet worden ist. Dabei kreuzt sie zwei in Nord- Süd- Richtung verlaufende Einbahnstraßen.

2. Die Bebauung der Straße ist so heterogen, heterogener geht es in meinen Augen kaum. Das liegt daran, dass sie lange eigentlich nur ein Weg in ein größeres Gelände mit Gärten, Feldern, Gewächshäusern war. Das weiß ich von alten, inzwischen verstorbenen Nachbarn, die schon als Kinder hier gelebt haben.



3. Überhaupt leben in meiner unmittelbaren Nachbarschaft eine ganze Reihe von Menschen, die hier groß geworden sind, ihre Häuser geerbt haben und selbst mit Kindern und Kindeskindern hier geblieben sind. Das gibt meiner Straße etwas Dörfliches, aber nur das. ( Ich habe lange genug auf dem Dorf gelebt, um auch das Negative zu kennen. Und das fehlt hier - zum Glück - völlig. )


4. An meinem Straßenabschnitt auf der südlichen Seite standen ( und stehen eben teilweise immer noch ) die kleinen, einfachen, einstöckigen und über hundert Jahre alten Häuser von Kleingewerbetreibenden mit relativ großen Gärten dahinter ( ein wunderbar offenes Carrée! ). Einzig das Haus unserer unmittelbaren Nachbarn ist ein gründerzeitliches Bürgerhaus mit Stuckverzierung und zwei Etagen. Alle diese Häuser sind Dreifensterhäuser, aber abweichend von der sonst im Rheinland üblichen Art: Sie sind zehn Meter breit und haben die Eingangstür in der Mitte von zwei Fenstern.



5. Auf der gegenüberliegenden Seite gibt es eine wüste Mischung aus schmucklosen Gründerzeithäusern, verklinkertem Nachkriegsbau, ambitionierter Architektur der Siebziger oder einem postmodernen Gebäude der Neunziger sowie einem denkmalgeschütztem Haus der Zwanziger Jahre. Viele Veränderungen sind auf die Bombenschäden der Kriegszeit zurückzuführen.

6. Diese nördliche Häuserzeile endet mit einem Neubau, in dem der von mir vielzitierte Blumenladen und eine Pizzeria untergebracht sind. Gegenüber, auf meiner Seite, gibt es dann die Nachbarin, die Friseurin.  Und rechts von meinem Haus ist ebenerdig das Atelier zweier bekannter Illustratorinnen, Kathrin und Heike, die immer wunderbar anregend ihr großes Schaufenster gestalten. Manchmal denke ich, mehr Infrastruktur brauche ich nicht.



7. Es gibt in diesem Straßenabschnitt zwei Bäume, wovon der eine, schräg gegenüber meinem Haus, eine Gleditschie, meist in meinen "12 von 12"- Posts vorkommt. Der andere ist ein Ahornbaum.

8. Schön ist meine Straße überhaupt nicht. Für mich liegt die Qualität für Passanten nicht sichtbar hinter den Häusern mit seinen großzügigen Höfen und teilweise interessant gestalteten Gärten, darunter auch ein Kindergarten.


9. Obwohl sehr eng, ist die Straße eine wichtige Durchgangsstraße zu einem Krankenhaus mit Altersheim und Hospiz, einer Schule für Kranken- & Altenpflege und zur großen, bereits erwähnten Neubausiedlung. Deshalb ist immer Leben auf dem Bürgersteig.

10. Obwohl sie eine innerstädtische Straße ist, ist es hier nachts ausgesprochen still. Nur im Karneval oder wenn sonst etwas gefeiert wird, hört man nachts das Trömmelche oder den Gesang angeschickerter Mitbürger. Da ist es dörflicher, als manches Dorf in der Voreifel, wie ich aus berufenem Munde erfahren habe.

Danke, Emma, für dieses schöne Thema!




Montag, 15. Januar 2018

Eigentlich


... sollte dieses Täschchen schon zu einem Krankenhausaufenthalt fertig gewesen sein.

Und eigentlich hatte ich es dann, als es nicht geklappt hat, als meinen Eye - Poetry - Beitrag für den Dezember geplant gehabt.

In meinem Leben kommt seit Jahren vieles anders, als ich plane. Ich sollte es aufgeben, Pläne zu machen, Listen zu führen. Die Freiheit sollte ich mir endgültig gönnen. Irgendwann findet sich überraschend ein Moment, an dem ich Zeit finde, solche Kleinigkeiten herzustellen - die Gewissheit hat man einfach nach sechsundsechzig Lebensjahren:


Die "Silbersterne" irren bei mir nicht auf dem Wasser, sondern - sehr viel profaner - auf wasserfestem Gewebe. Und der "zerrissene Streifen Mondeslicht" ist ein entsprechend praktischer Reißverschluss...

... aber so kann die damit herzlich Bedachte die Poesie ganz praktisch nutzen. Erich Mühsam mag mir verzeihen.

Noch viel älter ist die Selbstverpflichtung, die ich mir schon vor dem Eintritt der diesjährigen Katastrophen auferlegt hatte. Aber ganz nach dem Motto "Was lange währt, wird endlich gut" hat sich dieses Täschchen erst jetzt auf den Weg in eine meiner Seelenlandschaften gemacht:

Für alle, die mehr das Konkrete interessiert: Das Schnittmuster ist das bewährte "Lieselotte Hoppenstedt" von Farbenmix, das Material aus meinem unerschöpflichen Lager, stabilisiert mit "Soft and stable". Die Stickdateien stammen von hier und hier bzw. sind auf meiner Maschine zu finden.

Das war es fürs Erste aber mit meiner - eigentlich nicht beabsichtigten - Täschchenwoche hier im Blog...


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